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Asthma-Therapie nach Plan für Kinder und Jugendliche



Die Asthma-Therapie mit Medikamenten erfolgt für Kinder und Jugendliche nach einem etwas abgewandelten Schema gegenüber dem für Erwachsene. Auch hier unterscheidet man bei der Therapie zwischen der so genannten Dauermedikation, welche je nach Schweregrad des Asthma bronchiale regelmäßig eingenommen werden muss, und der Bedarfsmedikation, welche sich nach den verschiedenen Situation (z.B. körperliche Belastung, Stress, Asthma-Anfall) richtet und bei Bedarf verwendet wird.

Eine wichtige Devise in der Asthma-Therapie von Kindern und Jugendlichen ist: Soviel wie nötig, so wenig wie möglich!
Die Behandlung von Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen wird, abhängig vom Schweregrad der Erkrankung, in fünf Stufen eingeteilt (nach der Patientenleitlinie zur Nationalen Versorgungsleitlinie):

Stufe 1: Der Patient leidet nur zeitweilig unter Beschwerden (1 – 2 Mal pro Woche). Als Bedarfsmedikament wird ein schnellwirkendes Betamimetikum in Form eines Sprays oder Pulvers eingesetzt. Alternativ kann Ipratropiumbromid angewendet werden, wenn das Betamimetikum Nebenwirkungen verursacht. In schweren Fällen oder bei Kindern unter zwei Jahren kann Ipratropiumbromid auch zusätzlich zum Betamimetikum eingesetzt werden.

Stufe 2: Treten die Beschwerden mehrmals pro Woche auf oder muss ein Bedarfsmedikament öfter verwendet werden, sollte zusätzlich und regelmäßig ein kortisonhaltiges Spray oder Pulver in niedriger Menge verwendet werden. In bestimmten Fällen kann anstatt des Kortison-Präparats Montelukast gegeben werden.

Stufe 3: Trotz regelmäßiger Einnahme eines kortisonhaltigen Präparats können die Beschwerden nicht verhindert werden. Kleinkinder sollten zusätzlich Montelukast bekommen. Bei älteren Kindern sollte zusätzlich ein langwirkendes Betamimetikum eingesetzt werden. Alternativ kann die Menge des inhalativen Kortisonpräparats gesteigert und auf ein zusätzliches Präparat verzichtet werden. Die Betamimetika sollten lediglich als Ergänzung zu den Kortisonpräparaten verwendet werden.

Stufe 4: Trotz einer Behandlung entsprechend den Empfehlungen aus Stufe 3, können die Beschwerden nicht verhindert werden. Das Kortisonpräparat sollte gemeinsam mit dem Betamimetikum oder dem Montelukast eingenommen werden. Alternativ kann die Menge des inhalativen Kortisonpräparats noch einmal gesteigert werden.

Stufe 5: Die Beschwerden können trotz empfohlener Behandlung gemäß den vorangegangenen Stufen nicht verhindert werden. Asthmabeschwerden dieses Ausmaßes werden mit Kortisontabletten behandelt. Kindern, die älter als sechs Jahre sind und unter sehr starken Beschwerden leiden, kann der Wirkstoff Omalizumab gespritzt werden. In bestimmten Fällen kann zusätzlich Theophyllin angewendet werden.
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